Energiesparlabels 2013
Beim Kauf eines neuen Elektro- oder Elektronikgerätes auf den Energieverbrauch zu achten, ist gar nicht so einfach. Die Hersteller sind zwar verpflichtet, die durchschnittliche Aufnahmeleistung des jeweiligen Geräts in der Beschreibung anzugeben, aber häufig ist diese Angabe im Geschäft nicht zu finden und wenn, dann ist auch sie als Hinweis nicht unbedingt zuverlässig. Umweltschützer fordern daher schon seit längerem eine Verpflichtung aller Hersteller von elektrischen und elektronischen Geräten zur Angabe von Vergleichswerten.
Energieeffizienzklassen für Haushaltsgeräte
Eine derartige Verpflichtung gibt es bisher nur für große Haushaltsgeräte, also Kühlschränke, Waschmaschinen, Wäschetrockner, elektrische Backöfen, Klimageräte, Haushaltslampen oder Geschirrspüler. All diese Geräte werden in Energieeffizienzklassen von G bis A eingestuft und mit einem großen, auffälligen EU-Label versehen, dass die Einstufung anzeigt. Der Energieverbrauch von Elektrogeräten der Klasse G ist der höchste. Da diese Einteilung nicht mehr bei allen Geräten zeitgemäß ist, wurden die Energieeffizienzklassen für besonders sparsame Kühl- und Gefriergeräte inzwischen um die Klassen A + und A ++ ergänzt.
Freiwillige Kennzeichnungen
Obwohl es eine gesetzliche Verpflichtung für die Kennzeichnung anderer Elektrogeräte nicht gibt, haben sich seit einigen Jahren viele Hersteller dazu entschlossen, ihre Produkte freiwillig mit Energielabeln zu kennzeichnen. Bürogeräte, die mit besonders wenig Energie auskommen, erhalten seit 1998 das GED-Energielabel. Es wird von der Gesellschaft Energielabel Deutschland nur die 25 Prozent aller Bürogeräte verliehen, die den niedrigsten Energieverbrauch haben.
Der Energy Star ist inzwischen relativ bekannt, weil der blaue Aufkleber mit dem weißen Stern schon seit einigen Jahren auf vielen Bürogeräten prangt. Bei diesem Label handelt es sich ebenfalls um eine von der Europäischen Gemeinschaft verliehene Kennzeichnung für Bürogeräte, also auch für Computer, Notebooks und Peripheriegeräte.
Das deutsche Umweltzeichen Blauer Engel gibt es schon sehr lange und in allen Bereichen des Alltags. Elektrische Geräte, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, gelten als besonders umweltfreundlich und damit sparsam in Bezug auf den Energieverbrauch. Das europäische Gegenstück zum Blauen Engel ist die Euroblume, mit der auch stromsparende Elektrogeräte ausgezeichnet werden. Geräten, die einen niedrigen Stromverbrauch im Stand By haben, wird das no-e-Label von einer Aktionsgruppe, die mit Unterstützung des Umweltbundesamtes gebildet wurde, verliehen. Elektrogeräte, die mit keinem dieser Label ausgezeichnet sind, haben einen unnötig hohen Stromverbrauch.
