Ökostrom Hamburg
Eine Schlappe für Ökostrom in Hamburg
Hamburg Energie, die Firma, die sich auf Ökostrom Hamburg spezialisiert hat, hat am Montag eine öffentliche Ausschreibung gegen seinen größten Konkurrenten Vattenfall verloren und darf nicht als kompletter Alleinversorger die Stadt mit Strom versorgen.
Als Tochterfirma der Hamburger Wasserwerke, die als alleinige Gesellschafterin die Wasserversorgung der Hansestadt reguliert, wundert es nicht, dass Hamburgs schwarz-grüner Senat das Unternehmen mit der Stromlieferung direkt beauftragt hat. Auch ging es ihnen wohl darum, dass die Stadt mehr und mehr auf Ökostrom umgestellt wird. Die Hamburg Energie setzt bei ihrem Stromangebot besonders auf die Nutzung regenerativer Energiequellen sowie deren Ausbau im Hamburger Umland. Zu einhundert Prozent bieten sie Ökostrom an und verzichten völlig auf die Nutzung von Atom- und Kohlekraftwerken.
Damit keine weiteren Konkurrenten vom lukrativen Angebot profitieren konnten, fand die Auftragsvergabe in einem sogenannten Inhouse-Verfahren statt. Das heißt konkret, dass kein marktwirtschaftlicher Wettbewerb statt gefunden hat. Dagegen klagte Vattenfall, der mit über 80 Prozent Marktanteil ohnehin schon Marktführer Hamburgs ist, und erhielt Recht: Eine öffentliche Ausschreibung sei für einen gültigen Energieliefervertrag zwingend nötig. Bei einer erneuten Ausschreibung setzten sich schließlich die Schweden durch.
Jetzt muss sich die Hamburg Energie die Stromversorgung der Stadt mit dem schwedischen Stromriesen teilen.
